JOBLINGE Kompass

Integration durch Arbeit

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Junge Geflüchtete so früh wie möglich zu qualifizieren und in den Arbeitsmarkt zu integrieren, das ist das Ziel von JOBLINGE Kompass.

Etwa eine Million Menschen sind im Jahr 2015 nach Deutschland geflohen. Die Versorgung von tausenden Flüchtlingen stellt Kommunen und Ehrenamtliche täglich vor neue Herausforderungen. Neben kurzfristiger Hilfe geht es mehr denn je auch darum, langfristige Perspektiven zu schaffen. Arbeit wird zum Schlüsselfaktor der Integration – sie ist entscheidend für die eigene Würde und finanzielle Unabhängigkeit, für Akzeptanz und gesellschaftliche Teilhabe.

Es ist überwältigend zu sehen, wie viele Menschen in Deutschland helfen und wie die Erstaufnahme, -unterbringung und -versorgung durch lokale Helferstrukturen ermöglicht werden. Woran es jedoch bisher mangelt, sind funktionierende Ansätze, um den Geflüchteten, aber auch der aufnehmenden Gesellschaft eine Anschlussperspektive zu geben: die Integration in Arbeit – und idealerweise die Qualifikation zu zukünftig dringend benötigten Fachkräften. Während rein ehrenamtliche Strukturen hier an ihre Grenzen stoßen, können wir mit der Initiative JOBLINGE und unserer Kernkompetenz genau hier einen Beitrag leisten.

JOBLINGE Kompass: Unser Programm für Flüchtlinge

Schon heute sind an einigen Standorten etwa 10 Prozent der Teilnehmer junge Menschen mit Flüchtlingshintergrund, Sie sind oft schon zwei bis drei Jahre in Deutschland, haben einen Aufenthaltsstatus und erste Sprachkenntnisse. Für diese jungen Menschen möchte JOBLINGE verstärkt Plätze und Chancen im „klassischen“ Programm schaffen.

Zum anderen haben wir in den letzten Monaten an einem Ansatz gearbeitet, wie wir junge Geflüchtete so schnell wie möglich nach ihrer Ankunft in Deutschland unterstützen können, den Weg in Arbeit – und im zweiten Schritt die Ausbildung – zu gehen. Das Angebot richtet sich gezielt an junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren, die zahlenmäßig größte Gruppe der Ankommenden, für die es bisher jedoch wenige Angebote gibt. Im Fokus stehen Teilnehmer mit niedriger bis mittlerer Qualifikation (keine Hochqualifizierten, aber auch keine Analphabeten) und hoher Bleibewahrscheinlichkeit, aktuell aus den Ländern Syrien, Irak, Iran, Eritrea und Somalia.

Die ersten Teilnehmer des Programms JOBLINGE Kompass starten im Frühjahr 2016 in München und in Hamburg. Anschließend folgten noch im selben Jahr Frankfurt, Leipzig und Stuttgart. Bereits in 2017 wird der Bundesweite Rollout abgeschlossen sein. Das Konzept baut dabei auf den Erfolgsfaktoren und bewährten Elementen des klassischen JOBLINGE-Programms auf. Es setzt auf Qualifizierung in der Praxis und 1:1 Betreuung durch ehrenamtliche Mentoren. Ergänzt wird das Konzept um Elemente wie sprachliche Qualifizierung, interkulturelle Trainings und Unterstützung bei Behördengängen. Ziel ist es, die jungen Menschen möglichst schnell in Arbeit und in einem zweiten Schritt auch in Ausbildung zu vermitteln.

Der schnelle Einstieg in Arbeit ermöglicht den Teilnehmern nicht nur ein eigenes Gehalt, sondern unterstützt wesentlich das Ankommen in Deutschland. Im Unternehmen und als Teil eines Teams lernen die Jugendlichen Alltag und Kultur kennen und vertiefen ihre Deutschkenntnisse, bis nach einigen Monaten und der unmittelbaren "Arbeitsfähigkeit" auch die "Ausbildungsfähigkeit" erreicht ist.

Junge hochqualifizierte Geflüchtete sind nicht Zielgruppe des JOBLINGE-Programms, werden jedoch eng eingebunden – zum Beispiel als Dolmetscher oder Nachhilfelehrer für Programmteilnehmer mit noch nicht ausreichenden Deutschkenntnissen. Durch das breite Partnernetzwerk kann JOBLINGE die Engagierten mit Unternehmen und Ansprechpartnern in Kontakt bringen und auch jungen hochqualifizierten Geflüchteten so eine Unterstützung bei der Suche nach Arbeitsplätzen bieten.


Die Wirkung

Im Sinne von „Hilfe zur Selbsthilfe“ erarbeiten sich die Teilnehmer Schritt für Schritt ihren eigenen Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz. Der schnelle Einstieg in den Betrieb, der Kontakt mit Kollegen und vielen ehrenamtlich Engagierten machen eine schnelle gesellschaftliche Integration möglich. Durch die Fokussierung auf den höchstmöglichen Bildungsabschluss und Ausbildung zur Fachkraft als Ziel des JOBLINGE-Programms sind die Perspektiven langfristig - für die jungen Menschen, aber auch die Unternehmen und gesamte Gesellschaft. Denn JOBLINGE Kompass hat nicht nur eine hohe soziale, sondern auch ökonomische Wirkung. Bereits nach rund zwei Jahren sind die Kosten des Programms vollständig amortisiert. Für die Gesellschaft ergibt sich nach zehn Jahren eine Gesamteinsparung von ca. 160.000 Euro für jeden nachhaltig in den Arbeitsmarkt integrierten Geflüchteten.


Wir sind überzeugt, dass Arbeit die grundlegendste Voraussetzung einer erfolgreichen Integration ist und freuen uns über alle, die uns helfen, ein Erfolgsmodell dafür zu etablieren!
Unterstützen Sie JOBLINGE Kompass – bei Programmstart und bundesweitem Rollout, mit finanzieller Förderung, mit Arbeits- und Ausbildungsplätzen oder mit ehrenamtlichem Engagement.

Ihre Ansprechpartnerin

Sevim Schmid
Kapuzinerstraße 9d
80337 München
Telefon: 089 1250141 18
E-Mail: sevim.schmid@joblinge.de



JOBLINGE Kompass – Eckpunkte des Konzepts

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